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Der Mythos Auslastung - Aussie ist nicht gleich Aussie

Nicht jeder Australian Shepherd ist gleich. Täglich höre ich viele über den Kamm geschorene Vor-Urteile. In Foren, in Medien - von Trainern usw.


Der Aussie ist sensibel. Er beobachtet genau, nimmt Stimmungen wahr und reagiert fein auf Veränderungen ins einem Umfeld. Diese Sensibilität wird häufig missverstanden, mit "Nervosität" und "Überdrehtsein" verwechselt, obwohl es in Wahrheit Ausdruck seiner hohen Wahrnehmungsfähigkeit ist.


Gleichzeitig ist der Australian Shepherd ein Hund mit hohem Arbeitswillen. Er wurde ursprünglich gezüchtet, um punktuell hochkonzentriert zu arbeiten, blitzschnelle Entscheidungen zu treffen und danach wieder abzuschalten. Dieses Umschalten war und ist seine große Stärke.

Nur wir Menschen haben irgendwann beschlossen, dass er dauerhaft beschäftigt und "ausgelastet" sein will. Das bedeutet es jedoch nicht.

Im Gegenteil, viele Probleme entstehen genau dann wenn bereits Welpen frühzeitig mit Programmen, Trainingsreizen und Aktivitäten überfrachtet werden.

Das Verrückte ist, das viele Menschen glauben, sie müssten den Aussie beschäftigen, damit er zur Ruhe kommt - dabei käme dieser in vielen Fällen überhaupt nicht auf die Idee ein Beschäftigungsprogramm zu starten.

Und der Hund? Der passt sich an und denkt sich wahrscheinlich einfach: "na ja, wenn du meinst, dann machen wir halt..."


Der Aussie gehört zu den intelligentesten und vielseitigsten Hunderassen unserer Zeit. Genau das macht ihn so faszinierend und gleichzeitig so anspruchsvoll.

Er braucht keinen Menschen der ihn mit Methoden auf Spur hält, damit er irgendwie funktioniert.

Keinen, der ihn dauerhaft wie einen Hochleistungssportler oder Marathonläufer durchs Leben jagt.

Und schon überhaupt keinen, der ihn über Social Media Kanäle vergleicht und dadurch diesen Eindruck verstärkt.


Denn eines wird oft vergessen: Jeder Hund bringt ein eigenes Tempo, ein eigenes Wesen und eine eigene Vorgeschichte mit. Gerade sensible Hunde entwickeln sich nicht linear. Fortschritte und Rückschritte gehören dazu.

Vergleiche gehören zu den grössten Stressfaktoren für Hundehalter. Andere wirken souveräner, ruhiger, besser erzogen..

Deshalb braucht er einen Menschen, der ihn lesen kann, der ihn versteht, der ihn durch Situationen führt, die er selbst nicht einordnen kann.


Genau hier zeigt sich echte Führung: in Ruhe, Verständnis und der Fähigkeit, einen Hund wirklich zu lesen.

1 Kommentar


sommertreiben9
vor 10 Stunden

So so wichtig und richtig. Ich habe mich auch fast triggern lassen- von dem Mythos „Beschäftigung“. Mein 1-jähriger Jungspund hat mir sehr schnell gezeigt was er will - kein Curving, kein Agilitiy , keine Tricks .. sondern Zeit mit mir .. Waldspaziergänge- unterwegs in der Stadt sein- hier und da ein wenig Unterordnung - er will gefallen - ab und an fetzen und spielen mit seinen Freunden .. und ansonsten .. viel schlafen 😊. Ruhe ist seine Auslastung - Beobachten - Rücksprache mit mir halten - gemeinsam werden wir die Ausbildung zum Therpiehunde Team starten - da ist er in seinem Element. Und ich in meinem. Das wird unser Weg sein. 😊

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